Von der Kerze bis zum Hubschrauber: Wie Südtiroler Winzer Spätfrost bekämpfenv

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Auf etwas mehr als 5.000 ha Rebfläche werden in Südtirol mehr als 20 verschiedene Rebsorten angebaut, von denen 62% weiß und 38% rot sind. Insgesamt werden daraus im Jahr rund 300.000 hl Wein gewonnen, das sind über 40 Millionen Flaschen. Dass eine gute Ernte also für jeden Winzer im Land eine Priorität ist, liegt auf der Hand. Ob der Herbst ein Grund zum Feiern wird oder nicht, entscheidet sich bereits im Frühling.

Der Austrieb zwischen März und Mai ist die kritischste Phase im Vegetationszyklus der Rebe. Erkrankt die Pflanze in diesem Zustand oder erleidet sie anderweitig Schäden, kann das gravierende Folgen für die Ernte haben. Eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit der Rebe ist der Spätfrost. Während in nördlicheren Breitengraden Frost im Frühling zur Norm zählt, sind in Südtirol klirrende Frostnächte die Ausnahme. Trotzdem sind die Tage vom 11.-15. Mai, die sogenannten Eisheiligen, wegen der regelmäßigen Temperaturstürze auch hierzulande immer wieder Anlass zur Spannung.

Eine Gradwanderung

Während die Pflanze in ihrer Winterruhe sogar Temperaturen bis zu -25 °C standhalten kann, sind die jungen Triebe im Frühling besonders anfällig. Rebsorten wie Chardonnay, Pinot Grigio oder Blauburgunder, die früh austreiben, sind von Spätfrostschäden tendenziell  stärker betroffen. Sinkt die Temperatur im Weinberg zu lange unter den Gefrierpunkt, kann die Pflanze bereits Schaden nehmen, sinken die Temperaturen sogar unter -4 °C kann dies die Vegetation vollständig beenden, die Triebe verfärben sich braun und es ist mit einem Ernteausfall zu rechnen.

Bittere Kälte, bittere Folgen

Falls die Reben doch noch Früchte tragen, schmeckt der Wein sehr wahrscheinlich dumpf und unsauber, man spricht dann auch von Frostgeschmack. Auf jedem Fall leidet das Gewächs bei Spätfrost unter großer Belastung, wodurch sich das Gesamtprofil sowie die Lagerfähigkeit deutlich verschlechtert. Das Jahr 2017 gilt als eines der meteorologisch schwierigsten Jahre in naher Vergangenheit, man spricht auch von einem Jahrhundertfrost. Dieser hat die Erträge europaweit dezimiert und der Jahrgang gilt als einer der ertragsschwächsten der letzten 40 Jahre. Qualitativ überraschen die Südtiroler Weine von 2017 jedoch: elegant saftige Weiße und frische Rote, insgesamt etwas schlanker aber mit viel Finesse. 

3 Methoden gegen Frost

Wie gehen Weinbauern also vor, um ihre Pflanzen zu schützen und eine möglichst ertragsreiche, hochwertige Ernte sicherzustellen? Das Ziel ist bei allen Methoden dasselbe: Temperaturen erhöhen, Jahrgang retten. Der Weg dorthin kann jedoch völlig unterschiedlich aussehen. Im Folgenden werden drei Möglichkeiten beleuchtet, das Winzerrepertoire kennt jedoch noch einige mehr.

Wenn der Weinberg in Flammen steht

Frostkerzen oder Frostschutzkerzen sind die technologisch einfachste Methode zum Frostschutz. Dabei handelt es sich um mit Brennpaste (meist Stearin) gefüllte Tonnen, die in Frostnächten zwischen den Rebzeilen aufgestellt und angezündet werden, damit die Umgebungstemperatur nicht unter 0 °C sinkt. Je nach Größe braucht es durchschnittlich rund 200-300 Frostkerzen pro Hektar, die für 2-3 Nächte verwendet werden können. Sie eignen sich für den Einsatz bei Strahlungsfrost, wenn also die abgestrahlte Wärme vom Erdboden wegen mangelnder Wolken etc. ungehindert in die Atmosphäre entweicht und die kalte  Luft zu Boden sinkt.

Mit Drehmoment gegen Minusgrade

Dasselbe Problem wird auch mit einer technologisch sehr viel fortgeschritteneren Methode angegangen.Indem ein Helikopter wiederholt über den Weinberg fliegt, erzielt er die Luftdurchmischung. Dabei wird die schwere, kalte Luft am Boden mit der leichteren, warmen Luft in höheren Schichten vermischt und somit die Temperatur leicht angehoben. Der Einsatz von Hubschraubern muss schnell erfolgen und ist vor allem bei Kaltlufteinbrüchen effizient, wenn noch nicht alle Luftschichten durchgekühlt sind. Dasselbe kann mit stationären oder mobilen Windmaschinen bewirkt werden. Diese Methode ist wahrscheinlich die kostspieligste der drei hier vorgestellten; in Südtirol kann sich der Stundenpreis für einen Hubschrauberflug auch auf 2.000 € belaufen. 

Gegen Frost hilft nur Frost

Dieeffizienteste der dreihier vorgestellten Frostschutzmethoden ist sicherlich die Oberkronenbewässerung. Dabei werden die Reben in Frostnächten so lange mit einem feinen Sprühnebel bewässert, bis sich eine Eisschicht um die jungen Triebe gebildet hat. Beim andauernden Gefrierprozess entsteht durch den Wechsel des Aggregatzustandes des Wassers von flüssig zu fest sogenannte Kristallisationswärme. Dadurch fällt die Temperatur innerhalb der Eishülle nie unter 0° C und die Triebe sind bestens geschützt. In Südtirol kommt diese Methode im Weinbau – anders als im Obstbau – nur sehr selten zum Einsatz, da die nötige Infrastruktur und Wasserreserven nicht vorhanden sind.

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