Pfefferer: Eine Legende in 3 Farben

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Die ganze Welt scheint Feuer und Flamme zu sein für diesen würzigen Star der Südtiroler Weinlandschaft. „Pfefferer“ wurde in über 40 Jahren Erfolgsgeschichte zu weit mehr als dem Beinamen des Goldmuskatellers von Schreckbichl, „Pfefferer“ ist inzwischen eine Waschechte Marke, die auf dem internationalen Weinparkett für Trinkfreude mit Stil und Qualität steht. Wie es zu diesem Geniestreich der Südtiroler Qualitätsrebellen von Schreckbichl kam und wie die Zukunft dieses Kultweins aussehen mag, erfahrt ihr hier.

 

Kellerei Schreckbichl – Rebellen und Pioniere

Die Kellerei Schreckbichl in Girlan ist ein wenig mehr als 50 Jahre altes Konglomerat aus rund 300 Weinbauerfamilien. Trotz ihres relativ kurzen Bestehens kann die Kellerei dennoch behaupten, die Südtiroler Weinkultur maßgeblich geprägt zu haben. Der ehemalige Obmann von Schreckbichl Luis Raifer zählt zu den bedeutendsten Qualitätspionieren Südtirols, die in den 1980er Jahren die sogenannte Qualitätsoffensive anführten und Südtirol als Weinland vollkommen umkrempelten, mit dem Ergebnis die Region als internationalen Referenzpunkt für Spitzenweißweine und Qualitätsweine im Allgemeinen zu positionieren.

Zeitgleich nimmt auch die Geschichte des „Pfefferers“ ihren Anfang. Karl Nicolussi-Leck, ehemaliges  Aufsichtsratsmitglied der Kellerei Schreckbichl, besaß einen unweit der Kellerei gelegenen Weinberg mit alten Muskatellerreben. Das waren jedoch nicht irgendwelche Muskatellerreben, sondern Pfefferer-Reben, einer seltenen, besonders würzig aromatischen Muskatellersorte. Zusammen mit Luis Raifer beschlos Nicolussi-Leck eben aus diesen Trauben einen reinsortigen Wein zu keltern und so wurde 1979 zum Geburtsjahr des „Pfefferer“ und zum Meilenstein im Siegeszug von Schreckbichl.

 

Was macht den „Pfefferer“ so einzigartig?

Wer jetzt meint: „Der „Pfefferer“ ist also nur eine Spielart des Goldmuskatellers“, liegt nur halbrichtig. Weine aus Goldmuskatellertrauben, in Italien auch als Moscato Giallo bekannt, werden zumeist mit einem charakteristischen würzigen Aroma nach Muskatnuss assoziiert und sind meist sehr geradlinige, besonders gefällige Weine. Die Pfefferertraube verleiht den Weinen hingegen eine markante Pfeffernote an der Nase und ein sehr viel betonteren Säurenerv am Gaumen. Dadurch werden die Weine komplexer und gehaltvoller, ohne aber an Leichtigkeit und Klarheit einzubüßen. Die perfekte Balance zwischen Trinkspaß und Finesse!

Diese Balance trifft offenbar den Geschmack von Weinliebhabern aus aller Welt. Der klassische „Pfefferer“ ist Schreckbichls unangefochtene Nummer 1 und zählt zu den bedeutendsten weißen Exportschlagern Südtirols. Besonders beliebt ist der Aromakünstler in Italien, vermutlich weil sein spritzig lockeres Wesen und der relativ niedrige Alkoholgrad wunderbar zum Aperitivo passt.

 

Goldmuskateller „Pfefferer“

Spricht man von „Pfefferer“, ist damit meistens der Klassiker aus der würzigen Goldmuskatellervariante gemeint. Er ist das Schreckbichl-Original und hat den würzigen Weintrend ins Rollen gebracht. Er zeichnet sich durch seine elegante und doch pfiffige Art aus und begeistert im Alleingang ebenso wie zu leichten Gerichten.

Das Traubengut für den klassischen „Pfefferer“ wird im Edelstahltank vergoren und mehrere Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Im Glas leuchtet er in kräftigem Gelb, das an die Farbe der reifen Trauben an der Rebe erinnert. An die Nase tritt er mit einer fein würzigen Aromatik mit frischer gelber Frucht und einem Hauch Mineralität. Am Gaumen beweist er jugendliche Frische und einen aromatischen Abgang mit einem würzigen Tenor aus Pfeffer und Muskat. Ebendiese Aromatik macht ihn zu einem Star bei jedem Aperitif, passt aber auch hervorragend zu gegrilltem Fisch und Gemüsegerichten.

Das Original bleibt zweifelsohne das Sinnbild der Marke „Pfefferer“, doch neben dem strahlenden Goldmuskateller brillieren auch ein Rosé und eine weiße Cuvée im „Pfefferer“-Trio.

 

 

„Pfefferer PINK“

Alles, was der klassische „Pfefferer“ verspricht, bringt auch der „Pfefferer PINK“ ins Glas, nur mit einem Hauch Rosa obendrauf! Der leichtfüßige Rosé entsteht als Cuvée aus verschiedenen Rebsorten, die das Anbaugebiet um Girlan widerspiegeln sollen. Die kleine Schwester des großen Klassikers überzeugt mit Frucht, Frische und der einzigartigen Würze, die in keinem „Pfefferer“ fehlen darf.

Nach der Pressung bleibt der Traubenmost nur kurze Zeit auf den Schalen liegen, wodurch der „Pfefferer PINK“ seine einladende Färbung erhält. Nach einigen Monaten im Edelstahltank macht der Rosé als echter Blickfang im Glas einen tollen ersten Eindruck, der sich auch an der Nase bewährt: Erdbeere, etwas Pfirsich und spannende Würze sorgen für ein interessantes Aromaprofil. Am Gaumen gibt er sich schmeichelhaft, angenehm frisch und schön ausgewogen. Ein Aperitifwein, wie er im Buche steht, der auch hervorragend zu leichten, würzigen Pastagerichten oder Geflügelsalat passt. Lebensfreude in Pink, auch ohne rosaroter Brille!

 

„Pfefferer SUN“

Der „Pfefferer SUN“ ist der dritte im Bunde, der exklusive Neuzugang und der Goldjunge unter den drei würzigen Musketieren von Schreckbichl. 2022 vervollständigte sich das „Pfefferer“-Trio mit einer spritzigen Cuvée aus Chardonnay, Weißburgunder und Sauvignon, die für Frische und Trinkspaß steht.

Die Trauben werden gleichzeitig gelesen und im Edelstahltank fermentiert und der Wein reift auf der Feinhefe mehrere Monate lang. Das Glas füllt die sonnige Cuvée mit hellem Strohgelb und blüht mit Fruchtduft und floralen Akzenten an der Nase auf. Animierende Säure, geradlinige Frische und unkomplizierter Trunk sorgen am Gaumen für Trinkspaß pur. Ein genialer Aperitifwein, der auch wunderbar zu gut gewürzten Gemüsegerichten oder zu gegrilltem Fisch oder Meeresfrüchten süßsauer passt. Der „Pfefferer SUN“ bringt Sonnenschein ins Glas!